Bad Reichenhall
Geschichte zwischen Feuer & Wasser. Das Bad der Könige. Das weiße Gold begründete einst Wohlstand und Ansehen der Region, denn Salz wurde damals wahrhaftig mit Gold aufgewogen. Und als König Max II. 1848 hier seine Sommerfrische verbrachte, wurden Ruf und Ruhm als elegantes Heilbad in der vornehmen Welt begründet. Das milde Klima, die Solequellen und die landschaftliche Schönheit lockten gekrönte Häupter, Staatsmänner und berühmte Künstler in den Ort, der sich seit 1900 "Bayerisches Staatsbad" nennen darf. Eingebettet im Flusstal zu Füßen der Berge hat sich Bad Reichenhall heute zu einer Kur- und Kongressstadt entwickelt, die Tradition und Moderne harmonisch zu verbinden weiß. Der Ruf als Heilbad ist so bekannt, dass die Menschen von weit herkommen, um hier tief durchzuatmen. Eine Kur bedeutet, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen, Wohlgefühl und Gesundheit zu fördern und vor allem viel, viel Entspannung - denn die braucht nicht nur ein König. Kaum eine Stadt hat so viele Brände erlebt wie Bad Reichenhall. Und das nicht nur, weil das "Weiße Gold" so heiß begehrt war. Die bewegte Geschichte Bad Reichenhalls hat viele bemerkenswerte Zeitzeichen hinterlassen, die von Ruhm und Not, königlichem Glanz und bürgerlichem Einfallsreichtum zeugen. Ob die "Alte Saline" oder das prunkvolle Kurhaus - erzählerisch führt die Architektur durch die weltliche und geistige Geschichte der Stadt. Das weiße Gold. Bis ins Keltische zurück reicht die salzige Vergangenheit Reichenhalls. Sie verhalf der Region beizeiten zu einer rosigen Zukunft. Schon lange wusste man um die heilende Wirkung der Sole, doch als seine Königliche Hoheit, Prinz Luitpold, 1890 dem Ort den Titel "Bad" Reichenhall verlieh, stand dem schnell wachsenden Erfolg nichts mehr im Wege. An den Kurfürsten Karl-Theodor, den frühen "Mehrer und Förderer" des Bad Reichenhaller Salzhandels erinnert noch immer ein Denkmal im Stollen des Quellenbaus. Zwar ist die Benennung "Mehrer" ein wenig zweideutig aufzufassen, zumal besagter Kurfürst der Stadt auch 23 uneheliche Kinder schenkte, doch tut das seinen Verdiensten keinen Abbruch. Und noch heute trägt die Pumpe im Inneren des Berges, die seit 1796 die Sole aus den Tiefen des Gesteins lockt, seinen Namen. Hier schlägt das salzige Herz Bad Reichenhalls, unermüdlich bei Tag und Nacht seit über 200 Jahren. Ein Herz ziert auch den Pumpenschlegel mit der alten Aufschrift "Reich an Hall" aus der dann auch der Name der Stadt entstand. (Quelle www.bad-reichenhall.de)
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